Beim friesentypischen eleganten Trab kommt es bei hoher Knieaktion verbunden mit einem starken Schub aus der Hinterhand, idealer weise zu einer deutlichen Schwebephase. Der Schritt sollte raumgreifend, der Galopp erhaben sein. Alle Gangarten zeugen von einer hohen Trittsicherheit, Schwung und Takt.
Das Friesenpferd ist auf vielen Gebieten einsetzbar, seine Eignung als Kutschpferd, zugleich seine Lernwilligkeit und Begabung für Dressuraufgaben und die hohe Schule begründen seine Beliebtheit als Freizeit- Kutsch- und Dressurpferdpferd. Er ist sanft im Umgang, elegant in seiner Erscheinung und robust in der Haltung (z.B. Offenstallhaltung), das ideale Familienpferd in allen Lebenslagen.
Das Friesenpferd zählt zu den ältesten Warmblutrassen Europas und gehört zu den Barockpferderassen.
Es entstand im 16. und 17. Jahrhundert in den nördlichen Provinzen der Niederlande und Norddeutschland unter
dem starken Einfluss des spanischen Pferdes und es ist mehrere Male in seinem Fortbestand bedroht gewesen. Heute
werden ausnahmslos großrahmige Rappen unter der Obhut der "Koninklijke Verenigung Het Friesch Paarden-Stamboek
(K.F.P.S.)" gezüchtet. In Deutschland wird das K.F.P.S. allein durch den D.F.Z. vertreten, der somit auch Mitglied
der "World Frisian-Horse Organisation" ist.
Kennzeichnend für das Friesenpferd ist seine kraftvolle, großrahmige Erscheinung mit edlem Kopf, großen
ausdrucksvollen Augen, hoch aufgesetztem, schön gebogenem Hals, breiter Brust, leicht gespaltener, abfallender
Kruppe, üppiger Mähne, langem Schweif und Kötenbehang. Das durchschnittliche Stockmaß beträgt 162 cm. Neben seiner
schwarzen Fellfarbe sind lediglich Abzeichen vorne am Kopf (Flocke, Stern, Stichelhaar) und einige graue Haare an
der Unter- oder Oberlippe toleriert. Abzeichen an den Beinen sind nicht erlaubt.